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Geldsystem-Krise: 71 Prozent der Deutschen haben Vertrauen in das Wirtschafts- und Finanzsystem verloren. Nur neun Prozent vertrauen ihren Bankberatern.

Nur neun Prozent der Bundesbürger vertrauen ihrem Bankberater in Finanzfragen sehr. Dem Partner oder der Partnerin vertrauen in Gelddingen hingegen 71 Prozent, wie das Nachrichtenmagazin FOCUS unter Berufung auf eine repräsentative Umfrage der Commerzbanktochter Comdirect berichtet.

Die Bankmitarbeiter schnitten auch bei der Qualität der Beratung sehr schlecht ab: 72 Prozent der befragten Kunden sagten, sie hätten bei einem Verkaufsgespräch in Gelddingen nicht immer alles verstanden. Der Vorstandschef der Comdirect Bank, Michael Mandel, sagte FOCUS: „Das Ergebnis ist eine schallende Ohrfeige für alle Banken, Sparkassen und Finanzberater.“

Laut der Umfrage haben als Folge der globalen Krise 71 Prozent der Deutschen das Vertrauen in das Wirtschafts- und Finanzsystem verloren.

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Die Leuchtmittellobby hat Brüssel erfolgreich geblendet: EU dreht der Birne endgültig das Licht aus. Doch dies ist nur ein erster Schritt:  Nach den Glühbirnen will die EU-Kommission auch Verbote für Kühlschränke, Fernseher, Wasserboiler und Elektromotoren erlassen.

EU-Parlamentarier befassen sich bekanntlich nur mit Wichtigem. Deshalb wurde jetzt nach jahrelanger Debatte und unter Einsatz zahlreicher Kommisionen endlich die Energiesparlampen-Verordnung beschlossen.

250 Millionen europäischen Untertanen ist es nun nicht mehr erlaubt, das gesunde, ganze Spektrum des schönen Lichts einer Glühlampe zu genießen.

Stattdessen müssen nun quecksilberverseuchte, hochgiftige und flimmernde Hightechstrahler gekauft werden. Deren Nutzen ist mehr als umstritten. Doch die Leuchtmittellobby hat Brüssel offenbar erfolgreich geblendet.

Die Energieeffizienz ist eine Mär, welche von der Lampenindustrie erfolgreich gestreut wurde. Aber einen Vorteil hat das kalte Licht: Es ist teurer. Das hält freilich selbsternannte Energieeffizienz-Experten nicht davon ab, die EU-Verordnung als Fortschritt zu feiern.

Dabei sind Nachteile des “Energiesparlichts” schon seit langem bekannt:
  • 1. Der Farbwiedergabeindex (RA) einer Glühlampe wird von keiner Spar-Spaß-Lampe erreicht, die meisten erreichen nicht einmal 80%!
  • 2. die propagierten Wirkungsgrade  sind schöngerechnet.
  • 3. die propagierte Lebensdauer  wird fast nie erreicht.
  • 4. für die Herstellung  wird viel mehr Energie verbraucht als bei Standardglühlam pen.
  • 5. die verwendeten Inhaltsstoffe  sind zum grossen teil giftig!
  • 6. die Entsorgung erfolgt mindestens zu 60% nicht umweltgerecht.
  • 7. die Wiederverwendun g der Inhaltsstoffe ist nur mit einem sehr großen Aufwand möglich und erfordert gleichfalls sehr viel Energie.
Doch die EU-Kommission segnete am Mittwoch endgültig zwei Verordnungen ab, mit denen ab diesem Jahr die Edison-Glühlampen schrittweise bis 2012 aus dem Handel genommen werden. In Haushalten, Unternehmen und bei der öffentlichen Beleuchtung sind damit Energiesparlampen und effizientere Halogen-Leuchten Pfilcht.

Ob die EU-Kommision gleichzeitig eine Glühlampenpolizei zur Überwachung des Wolframwendelverbots einsetzen will, ist derzeit unbekannt, aber sicher nicht ausgeschlossen.

Die Stromkosten könnten dadurch erheblich gesenkt werden, erklärte die Kommission.   Dass man Glühbirnen auch dimmen oder abschalten kann, ist der den EU-Parlamentariern offensichtlich unbekannt.

Bis zum Jahr 2020 könnten 80 Terrawattstunden Energie eingespart werden, das entspreche dem Stromverbrauch Belgiens pro Jahr, rechnete die Behörde aus.  Auch wenn Energiesparbirnen mit rund fünf Euro zehn Mal teurer seien als die herkömmliche Birne, falle pro Stück über die gesamte Lebensdauer eine Ersparnis von 80 Euro an - rechnet die EU ihre Maßnahme schön.

Gesundheitsgefahren seien von Energiesparbirnen nicht zu befürchten, sagte der Sprecher von EU-Energiekommissar Andris Piebalgs. Der Quecksilbergehalt liege deutlich unter dem zulässigen Grenzwert, und die Mitgliedstaaten seien seit 2002 verpflichtet, eine wirksame Entsorgung sicherzustellen. Ob es auch dafür wirksame Kontrollen geben wird, steht ebenfalls noch nicht fest.

Fest steht nur, dass die EU weitere Vorgaben zum Energiesparen im Alltag plant. Demnächst sollen Regeln für Kühlschränke und Fernsehgeräte verabschiedet werden. So wird die EU-Kommision also demnächst ihren Untertanen auch vorschreiben, welchen Fernseher man kaufen darf und welches Fabrikat der Kühlschrank zu haben hat.  Vorschriften für Wasserboiler und Elektromotoren sollen ebenfalls folgen. Im Europäischen Parlament kam bereits Kritik an der “Ökodiktatur” auf, doch die Abgeordneten brachten keine Mehrheit für einen Beschluss gegen die Stromsparmaßnahmen auf.

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Der Zusammenhang zwischen Killerspielen und Amoklauf wird gerne unter denTisch gekehrt. Wo ist der Unterschiede zwischen heute und vor 30 Jahren in Sachen Amoklauf? Vor 30 Jahren gabe es mehr Waffen, mehr Schützenvereine und die Gewehre waren längst nicht so sicherheitsverwahrt wie heute.

Der Einzige Unterschied ist die Tatsache, dass die Kinder zugeballert werden mit Gewalt in den Medien aus allen Kanälen. Nun stellt sich heraus: Der Amokläufer von Winnenden spielte noch am Abend vor der Tat Killerspiele. Er hat sich offenbar schon vor Monaten mit Schulmassakern beschäftigt.

Der Amokläufer von Winnenden, Tim Kretschmer, hat noch am Abend vor der Tat
das Killerspiel „Far Cry 2“ am heimischen Computer gespielt. Eine Auswertung des
Rechners ergab, dass Kretschmer gegen 19.30 Uhr das Spiel startete und den PC
gegen 21.40 Uhr ausschaltete. Im Internet hatte sich der Jugendliche offenbar
schon vor Monaten mit Massakern an Schulen auseinandergesetzt. Nach Er-
kenntnissen der Ermittler war Kretschmer unter mehreren Pseudonymen wie
„JawsPredator1“ im Internet aktiv und hatte unter anderem bei der Plattform
„MyVideo“ ein entsprechendes Profil. In einem der Diskussionsforen zu den Schul-
massakern von Erfurt und Emsdetten meldet sich am 23. August vergangenen Jah-
res „JawsPredator1“ zum Thema Amokläufer zu Wort: „Das witzige ist ja selbst wenn
diejenigen es ankündigen glaubt es ihnen niemand.“ Als Autor vermuten die Ermittler
den späteren Täter. Auch im Berufskolleg diskutierte Tims Klasse das Thema „Amo-
klauf in Erfurt“ und die neuen Waffengesetze. Dabei habe Tim sich mit den Gesetzen
ausgekannt und gewusst, dass eine der Regeln sei, nicht auf Menschen zu zielen.
Auf dem heimischen Computer des Mörders fanden die Fahnder auch etwa 200 Por-
nobilder, davon mehr als 120 sogenannte Bondage-Bilder, die nackte, gefesselte
Frauen zeigen. Neben „Far Cry 2“ hatte Kretschmer auch die Schießspiele „Coun-
ter Strike“ und „Tactical Ops“ installiert.
Aussagen seines Vaters bei der Polizei zufolge soll Tim ihn mindestens dreimal zu
Schießübungen im Schützenverein begleitet haben, zuletzt vor drei Wochen. Der
Sohn habe darauf gedrängt, den Umgang mit den Waffen zu lernen. Die Übungen
fanden mit der späteren Tatwaffe, einer Beretta, statt. Bundesinnenminister Wolf-
gang Schäuble (CDU) sieht bisher „keine Anhaltspunkte, dass ein noch strengeres
Waffenrecht den Amoklauf in Wendlingen und Winnenden hätte verhindern können“.
Es sei aber nun die „Aufgabe der Politik, nach solchen Erfahrungen vorbehaltlos zu
analysieren und zu überlegen: Muss ein Mitglied eines Schützenvereins wirklich so
viele Waffen und so viel Munition zu Hause haben? Nehmen Waffenbesitzer und
Schützenvereine ihre Verantwortung ernst genug? Darauf gilt es Antworten zu fin-
den“, so Schäuble. DER SPIEGEL 12/2009

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Kategorien: Finanzmarktkrise

Die wirklichen Ursachen der Tragödie von Winnenden bleiben im Dunkeln. Doch wahrscheinlich bleibt Winnenden kein Einzelfall.

Die schöne neue Medien-Welt frisst ihre eigenen Kinder. Jugendliche, die von Kindheit an mit dem Mainstreamgeballere auf allen Kanälen aufwachsen, tragen sicherlich einen bleibenden Schaden davon. Welches Ventil sich dieser Schaden später sucht, ist unklar.

Wer schon als Baby mit Computerspielen aufwächst und sich virtuell durch die Gegend schießen übt, für den ist der Schritt in die Realität nur ein kleiner. Diese Gesellschaft mit ihren elektronischen Killerspielen schafft so ihre eigenen Henker.

Die Hirne der kleinsten werden von Kindesbeinen an mit virtueller Gewalt konfrontiert. Nicht nur im Fernsehen, sondern auch auf allen anderen verfügbaren Medienkanälen.

Per Computerspiel ballert sich der Heranwachsende durch eine künstliche Welt, die immer auch zu einer realen Welt werden kann. Je mehr Tote, desto größer die Gewinnchance. Je brutaler, desto attraktiver. Da nutzen Verbote kaum. Jeder kann sich heute die Anleitung zum Killen im Internet downloaden und als Rambo vor der Flatscreen Punkte sammeln. Die Computerspiele-Industrie verdient derweil Milliarden. Doch wie reagiert ein solcher Mensch, wenn’s eng wird?

Ein Hirn, dass mit solchen Eindrücken von Anfang an programmiert ist, knallt in Krisenzeiten irgendwann durch. Es kommt zum Kurzschluss. Der Unterschied zwischen virtuell und real verschmilzt.

Und die Gesellschaft steht fassungslos vor den Geschehnissen. Anstatt den wirklichen Ursachen auf den Grund zu gehen, werden bessere Kontrollen gefordert. Als wenn man mit mehr Kontrollen tatsächlich etwas erreichen könne. Ohnmacht.

Nach dem Amoklauf von Winnenden hat der Chef der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg, Zugangssicherungssysteme für Schulen ins Gespräch gebracht: “Es ist überlegenswert, wie in anderen großen Gebäuden Zugangssicherungssysteme mit Chipkarten zu installieren. Das muss man prüfen”, sagte Freiberg der “Rheinischen Post”.

Wie will man mit Chipkarten einen Amoklauf verhindern?

Es ist gar nicht auszumalen, was eigentlich passiert, wenn die Gesellschaft im Zuge der Finanzkrise unter Stress gerät. Keine guten Aussichten.

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Ich traue meinen Augen nicht, als ich heute morgen aus dem Fenster schaue: Da erstrahlt im herrlichsten Morgenlicht der schneebedeckte Fujiama. In der Ferne ragt der Vulkan 3776 Meter majestätisch aus dem Betonmeer empor. Ein neuer Tag in Tokio.

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Tokio Airport. 7,4 Grad zeigt das Digitalthermometer am Flughafen an diesem Februartag. Der Wärmemesser besticht mit drei Stellen vor dem Komma – falls es mal über 100 Grad werden sollte. So ist er halt, der Japaner: präzise und weitsichtig.

Um 16:30 fährt der Bus in die Innenstadt. Weiss behandschuhte Helfer managen das Gepäck, wickeln den Transport ab, als ob man eine Weltreise antritt. Um 16:29 nimmt der Bus seine vorgesehen Position vor der Ankunftshalle ein, um anschließend auf die Sekunde genau loszufahren. Reiseziel Innenstadt. Während die Türen schließen verbeugen sich die Helfer mit einem tiefen Diener und wünschen Gute Fahrt. Ich bin wieder in Tokio.

Alles geht schnell in Nippon. 130 Millionen Japaner kennen nur ein Ziel: die Steigerung des Bruttosozialprodukts. In der S-Bahn sinken die Menschen vor Erschöpfung reihenweise in den Schlaf. Sobald aber die Tür aufgeht, springen sie auf den Bahnsteig und rennen los.

Der Japaner geht nämlich nicht, er joggt durch die Gegend. An den Bahnhöfen zur Rushhour geht es zu wie bei einem Volksmarathon. Nicht selten sieht man auf Zebrastreifen Polizisten mit Trillerpfeiffen, welche die Volksmassen mit rhythmischen Pfeiftönen kurzer Frequenz über die Straßen hetzen.

Bewaffnet mit einem Plan der Japan Railway stürze ich mich in die Rushhour und scheitere naturgemäss am Fahrkartenautomaten. Japanischkenntnisse wären praktisch. Ein freundlicher Beamter hilft, die YEN in den richtigen Schlitz zu stecken. Danach jogge ich mit den tokioter Menschenmassen auf den Bahnsteig.

Erkennungsmelodien und Farben helfen, die richtige Bahn ausfindig zu machen. Jede Linie und jede Richtung hat offenbar eine besondere musikalische Note. Problematisch wird dieses „Erkennen Sie die Melodie?” nur, wenn mehrere Züge gleichzeitig einlaufen. Da braucht der Pendler schon gute Lauscher, um festzustellen, ob das eigene Ziel angeträllert wird.

Mein Ziel: Electronic City. Alles, was mit Elektronik zu tun hat, wird hier in Tausenden Shops feilgeboten. Technisch gesehen ist Japan Europa 5 Jahre voraus. Kein Lebensbereich, in dem nicht irgendwo ein Mikrochip verborgen ist! Die Japaner, ein technikbesessenes Volk! Der Hit dieses Jahr: Die Klobrille von Toshiba. (siehe Foto)

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In Japan setzt man sich nämlich nicht so ohne weiteres aufs Klo. Jedenfalls nicht, ohne vorher die Gebrauchs- und Warnhinweise gelesen zu haben. Diese sind von Brille zu Brille recht unterschiedlich. Allen gemeinsam ist jedoch ein seitlich angebrachtes, elektronisches Steuerungstableau mit Sensoren, Schaltern, Leuchtdioden und einem obskuren Drehregler. Ausserdem erhält der Ausscheidungswillige mittels einer Schemazeichnung Aufschluss Über die korrekte Sitzhaltung am Abort.

Pech hat der Stuhlende, wenn die Warnhinweise nur auf japanisch die Innenseite des Klodeckels zieren. Dann heißt es, Morgentoilette auf gut Glück! Kaum lässt man sich nieder, kündigt ein leises Surren und hektisches Blinken der seitlich aufleuchtenden Warnsignale Ungemach an. Es gurgelt, es zirpt und man entwickelt wilde Fantasien, was alles schief gehen kann. Manchmal schiesst nämlich das Wasser auch von unten nach oben in diesen High-Tech - Scheisshäusern. Und dann heisst es nur noch: rette sich, wer kann…

Einkaufen macht bekanntlich hungrig. Also steuere ich eine Garküche an. Fachkundige Beratung tut hier Not. Doch Englisch? Fehlanzeige!

Ich entscheide mich für das, was die meisten hier essen und erhalte einen Napf folgenden Inhalts: halblebendiger Seeigel in einer Art Quallensud, garniert mit Seetank. Das alles wabert über einer gallertartigen Flüssigkeit, auf deren Grund einige Würmer schwimmen. Fremdartige Pilze, Zwiebelschalen und offenbar Küchenabfälle decken das Mal ab und verleihen der Komposition seine besondere Note. Gegessen wird diese suppenartige Mischung mit Stäbchen. Löffel sind in Japan unbekannt.

Ein Blick auf den Nachbarn verrät, wie diese Speise in den Magen gelangt: Der Kopf versinkt unter schlürfenden Geräuschen in dem riesigen Teller. Wie gut, dass der Seeigel keine Stachel mehr hat! Ich tue ihm gleich. Die Reste dieses Eintopfs werden mit den Stäbchen in den Rachen gekehrt. Endlich speisen wie die Einheimischen! Und so schlimm war es gar nicht. Mit einem Lappen wische ich mir die Speisereste aus dem Gesicht und trete den Heimweg an.

Fortsetzung folgt. —>MMNews

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Die Banken haben den Planeten in ein riesiges globales Ponzi-Schema verwandelt. Sie werden fragen, was dies ist? Nun, es ist ein Schnellballsystem, bei dem diese immer mehr Geld von den Kunden einsammeln, Ihnen damit Produkte verkaufen, mit denen nur sie selbst verdienen, bei dem sie darauf hoffen, dass der Kunde die ihm angedrehten Produkte möglichst für immer behält und dann, falls das ganze Kartenhaus dennoch zusammenbricht, den Staat um Hilfe rufen. Artur P. Schmidt

Der folgende Artikel bezieht sich auf das neue Buch von Artur P. Schmidt  “Unter Bankstern”.Das Werk ist soeben erschienen und MMnews empfiehlt es ausdrücklich zum Kauf.

Unter BanksternVon Bankrotten und Beinahebankrotten

Als Bankraub oder Banküberfall bezeichnet man die Entwendung von Geld oder anderer Wertgegenstände aus einem Kreditinstitut. Entgegen der öffentlichen Meinung wird nur etwa die Hälfte aller Banküberfälle aufgeklärt. Der Mythos der hohen Aufklärungsquote wird deshalb aufrecht erhalten, um potentielle Bankräuber von Überfällen abzuhalten. Doch der Fall des gewöhnlichen Bankräubers ist trivial in Anbetracht der Summen, die Bankmanager durch Krisen, die sie selbst hervorrufen, Anlegern gestohlen haben. Merke: Die gefährlichsten Bankräuber des Planeten waren nicht die Dalton-Brüder, sondern es sind die Banker selbst. Sie sind die wahren Profis unter den Bankräubern. Ein Bankräuber ist zu faul, um selbst zu arbeiten, und holt sich das Geld anderer Leute. Ein Bankmanager ist zu feige um sein eigenes Geld zu verzocken, und holt sich deshalb das Geld seiner Kunden.

Der Unterschied zwischen einem Unternehmer, der Pleite geht, und einer Bank ist, dass der Unternehmer vor seinem Aus Werte geschaffen hat, während eine Bank mit ihrem Aus alle Werte vernichtet. Da es weniger als Nichts nicht geben kann, muss der Staat am Schluss Banken sanieren, denn sonst würde man sich ja selbst eingestehen müssen, dass man zuvor bei der Kontrolle versagt hat. Das Problem: Banker genießen in Fragen der Vermögensvernichtung offenbar eine Art Immunität. Gegen das Treiben der Großbanker waren die Aktionen des Räuberpaares Bonnie und Clyde während der Weltwirtschaftskrise im Südwesten der USA Sandkastenspiele.

Die wirklichen Raubzüge werden heute von J.P. Morgan oder der Bank of America in Nacht- und Nebelaktionen vorzugsweise am Wochenende unter Mitwirkung der Zentralbank durchgeführt. Dann verleibt man sich die ehemaligen Wettbewerber, vorzugsweise Investmentbanken, ein, um noch mehr Kapital für die Manipulation der Weltwirtschaft einzusammeln. Der Ursprung des modernen Geldwesens in Europa geht zurück bis ins Mittelalter. In Italien gab es so genannte Geldwechsler (banchieri), die das Geld auf dem Tisch (banca) ausbreiteten. Heute gibt es Bankräuber (masnadieri), die den Kunden hinters Licht (fanale) führen.

Fahrlässig agierende Notenbanken
Die gefährliche Mischung aus Gangster und Bankier hat zur Reinkarnation des “Banksters” geführt, einer Berufsbezeichnung die Banker wegen ihres korrupten Verhaltens und Missmanagements bereits in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts bekamen.
Gepaart wird das Unvermögen der Banken mit völlig fahrlässig agierenden Notenbanken, die, anstatt das Übel einer jeden Blase, nämlich zu niedrige Zinsen, wie einst der US-Notenbanker Paul Volcker, mit hohen Zinsen auszutreiben, die Rettung lieber in immer neuen Blasen suchen.

Bereicherungsmanie

Man kann Bankmanagern wahrlich nicht vorwerfen, dass sie in den letzten Jahren nicht innovativ waren, nur wurde die kreative Vielfalt neu aufgelegter Finanzinstrumente nicht zum Wohle der Kunden angeboten, sondern zur Optimierung der Bankgewinne und der Verlagerung der Risiken auf die gierigsten Marktteilnehmer. Dies ging so weit, dass alles, was nicht mehr in Geld quantifizierbar war, für Banker nicht mehr existierte.

In immer wiederkehrenden Zyklen, in der Regel etwa alle zehn Jahre, werden Exzesse erzeugt, die so riesige Summen vernichten, dass die Zahl der Nullen das Vorstellungsvermögen der meisten Normalbürger um Zehner-Potenzen überschreitet. Analog verläuft die Anzahl der Milliarden, die abgeschrieben werden müssen, proportional zur Anzahl der Nullen an Top-Managern, welche die heutigen Finanzmärkte nicht mehr als Finanzierungsinstrument für Kunden, sondern als großes Spielkasino betreiben.

Im Oktober 2008 gingen der bekannten Schuldenuhr in New York die Ziffern aus, da die Staatsverschuldung der USA ein derart riesiges Ausmaß angenommen hatte, dass die LCD-Anzeige der im Jahr 1989 eingerichteten [extern] Nationalen Schuldenuhr nicht mehr ausreichte. Diese war für einen Maximalwert von zehn Billionen Dollar ausgelegt. In 2009 soll die Uhr an der West 44th Street durch eine neue Anzeige mit 2 zusätzlichen Stellen ersetzt werden. Doch vielleicht wäre sogar eine Anzeigekapazität von 1 Billiarde USD bald zu wenig?

Gewöhnung des Lesers an riesige Summen
Yotta (103)8 = 1024 1.000.000.000.000.000.000.000.000 Quadrillion Nirwana
Zetta (103)7 = 1021 1.000.000.000.000.000.000.000 Trilliarde Staatsbankrott
Exa (103)6 = 1018 1.000.000.000.000.000.000 Trillion Hyperinflation
Peta (103)5 = 1015 1.000.000.000.000.000 Billiarde Derivatevolumen
Tera (103)4 = 1012 1.000.000.000.000 Billion Bailout für Banken
Giga (103)3 = 109 1.000.000.000 Milliarde Oligarchenkonten
Mega (103)2 = 106 1.000.000 Million Unternehmerkredit
Kilo (103)1 = 103 1000 Tausend Arbeitergehälter
Hekto 102 100 Hundert Goldmünze
Deka 101 10 Zehn Silbermünze
Einheit 1 1 Eins Öl (Liter)

Getreu dem Motto: „Die Bank gewinnt immer“ werden nicht nur Milliarden abgeschrieben, sondern vor allem die Kunden. Schlechter Service, hohe Gebühren, unfreundliche Berater und eine langsame Transaktionsabwicklung sind nur einige der Symptome einer Bereicherungsmanie, die sich als globale Seuche in der Finanzbranche etabliert hat.

Angebliche Transparenz wird durch versteckte Gebühren zu einer Farce für Kunden, die im aktuell schwierigen und von hoher Volatilität geprägten Umfeld kaum darauf hoffen können, zumindest den Werterhalt ihres Geldes sicherzustellen.

Will man die Aktionen von Banken, Versicherungen und Finanzintermediären in wenigen Worten zusammenfassen, so kann man nur von einem großen Schwindelsystem sprechen, welches als zweiten Effekt zu Schwindelanfällen in den Märkten und in einem dritten Effekt zur Schwindsucht des Geldes auf den Kundenkonten führt.

Die heilige Dreieinigkeit dieser Wirkungen ist ein Betrug an den Kunden, welcher nur aufgelöst werden kann, wenn jeder Kunde sich vor Augen führt, dass er morgen genauso viel Zeit auf die Erhaltung seines Geldes wie auf seine Hobbys verwenden sollte, wenn er nicht eines morgens jäh erwachen will. Bekanntlich frisst nicht nur die Inflation ihre Kinder, sondern auch die Deflation, wenn es nicht gelingt, Anlagen zu tätigen, die den Werterhalt sichern. Banken sind die postmodernen Rattenfänger von Hameln, die den Kunden Kredite andrehen für Produkte, die sie nicht wirklich brauchen oder Häuser oder Wohnungen, die sie sich eigentlich nicht leisten können. Schon deshalb dürfen wir ihnen nicht mehr auf den Leim gehen.

Von der Hyperinflation direkt zum Staatsbankrott
Wenn diesem Treiben nicht durch eine radikale Reformation des Bankwesens Einhalt geboten wird, werden am Ende dieses Treibens eine Hyperinflation und der Staatsbankrott stehen. Es scheint in der heutigen Zeit in Vergessenheit geraten zu sein, dass frühere Krisen auch ohne Eingriffe von Notenbanken und Politikern zu Ende gingen.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Krisen um so schlimmer und länger ausfielen, je mehr der notwendige Strukturwandel - Schumpeter hätte von der kreativen Zerstörung alter Industrien gesprochen - verhindert wird.

Geldangelegenheiten sind Chefsache

„Vertrauen ist der Anfang von allem“ hieß es in einer Reklame der Deutschen Bank in den 1990er Jahren. Das ist der blanke Hohn, wenn man die Finanzkrise in den letzten Monaten Revue passieren lässt. Zunächst wollte Josef Ackermann staatliche Hilfe in Anspruch nehmen, dann wieder nicht. Kein Wunder: Banken haben ein sehr kurzes Gedächtnis und sie sind die Weltmeister im Vertuschen von schlechten Zahlen. Viele Bankmanager drehen immer wieder viel zu große Räder. Sie sind Wiederholungstäter. Lernen ist ein sozialer Prozess. Da Bankiers nicht lernen wollen, verhalten diese sich zutiefst a-sozial Wer ihnen heute noch sein Geld anvertraut, ist selbst schuld. Die unausweichliche Folge: Jeder sollte sein eigenes finanzielles Schicksal selbst in die Hand nehmen.

Nach dem Lesen dieser Artikelserie sollte jedem, der sein Geld Banken anvertraut, klar sein, dass Geldangelegenheiten Chefsache sind und nicht an eine Kaste delegiert werden können, die permanent Krisen hervorbringt und Machtspiele bevorzugt. Eines der Hauptübel in der Finanzbranche ist diesbezüglich die Wahrscheinlichkeitsrechnung. Mit dieser lässt sich keine Werterhaltung erzielen. Wenn nämlich kurzfristig wie beim Zusammenbruch der New Economy 90 Prozent des gesamten Kapitals vernichtet wird, nützt es den Teilnehmern wenig, wenn auf Sicht von 30 Jahren diese Verluste wieder neutralisiert werden. Noch heute sitzen viele Kunden auf Telekom-Aktien mit Verlusten von mehr als 75 Prozent.

Ziel dieser Artikelserie ist es, die Kunden vor ihren Banken zu schützen und die versteckten Machenschaften und Machtstrukturen anzusprechen, die in aller Regelmäßigkeit Heerscharen von Anlegern in den finanziellen Ruin stürzen. Banken glauben zwar, etwas von Geld zu verstehen, aber von der Kybernetik der Wirtschaft haben sie keine Ahnung. Wenn sie nicht mehr weiterwissen, erpressen sie den Staat mit der einfachen Formel: Wir sind zu groß, um zu scheitern!

Viele der heutigen Banker gehören zu einer Kaste von angepassten, überheblichen und unbelehrbaren Managern, die in Elitehochschulen nur zu dem Zweck getrimmt wurden, möglichst schnell Karriere zu machen, wobei sie die Karriereleitern so schnell erklimmen, dass sie die Schallmauer ihres Peter-Plateaus, ab dem die Unfähigkeit eskaliert, in Rekordzeit durchbrechen, um quasi im Überschall die von ihnen gemanagten Unternehmen an die Wand zu fahren. Für viele dieser Überflieger wäre es ratsam, sich ein in Vergessenheit geratenes Banklehrbuch aus dem Jahr 1717 zu besorgen, in dem steht, dass Bankiers (auch die Rückbesinnung auf dieses alte Wort wäre vorteilhaft) gerechte und gewissenhafte Kaufleute sein sollen.

Dieser Satz gilt auch für Unternehmensberater, die zu Banken wechseln, um dort Strategien zu erproben, die nicht einmal in den entferntesten Galaxien funktionieren würden.

Viele Bankmanager sind Blindflieger

In der Sozialen Marktwirtschaft kommt es darauf an, mit möglichst wenig Kontrolle auszukommen und trotzdem neoliberale Extreme zu vermeiden. Ein zu Viel an Regulierung ist genauso schädlich wie zu viele Freiheiten, die zu extremen Finanzkrisen führen können. Wenn die Finanzbranche verlorenes Vertrauen wieder zurückgewinnen will, bedarf es eines kategorischen Imperativs im Umgang mit Geld. Einer Bankrottologie durch den Fallschirm ausufernder Staatsgarantien muss entgegengewirkt werden. Rettungsaktionen bringen neue, zweifelhafte Grundsätze ins Finanzsystem hinein, da damit die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung zu Grabe getragen werden. In Pakistan kam es in Folge der Finanzkrise sogar zu Demonstrationen, die die Regierung dazu bringen sollten, für steigende Kurse an der Börse zu sorgen. Wenn der Staat dies leisten soll, wird er nur eines leisten, nämlich notwendige Strukturreformen und Marktbereinigungen zu verhindern.

Viele Banker sind Blindflieger, die ohne Auffanglinien in ein Meer von Wolken fliegen, darin die Orientierung verlieren und dann an einer Felswand zerschellen.

Ohne Cockpits lassen sich komplexe Systeme nicht navigieren, es sei denn, man betrachtet die jeweiligen Blasen an den Finanzmärkten als bewusstes Kamikaze-Experiment, bei dem der Crash des Systems bewusst in Kauf genommen wird. Mr. Bubble, Alan Greenspan, hat mit seiner Zentralbankpolitik die Wurzeln gelegt, die das gesamte weltweite Finanzsystem ins Wanken gebracht hat. Die rhizomartige Ausbreitung der so genannten Sekurisation (Zertifizierung oder Verbriefung von Forderungen zum Zweck der Handelbarkeit) hat Hebel hervorgebracht, die von Banken aufgrund ihrer geringen Eigenkapitalsbasis nicht mehr geschultert werden können.

Am Schluss blecht der Steuerzahler
Genau aus diesem Grunde sind inflationssteigernde Konjunkturprogramme für sich genommen das falsche Mittel, um Krisen zu bekämpfen, da sie die Schuldenwirtschaft weiter forcieren. Vielmehr geht es vor allem darum, durch Innovationen neue gewinnbringende Branchen zu erschaffen.
Da dies in erkennbarer Weise nicht oder nur unzureichend durchgeführt wird, ebenso wie eine unabdingbare Erneuerung des Geldsystems, werden die Steuerzahler die Zeche der Weltwirtschaftskrise bezahlen und deren Verursacher, die Banken, werden, weil sie fälschlicherweise als systemrelevant angesehen werden, wieder einmal ungeschoren davonkommen.

Unter Bankstern—>Unter Bankstern von Artur P Schmidt CH: (moneycap) —>Buchtipp - Artur P. Schmidt: “Unter Bankstern

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