Da bleibt einem glatt die Spucke weg. In einer internen Nachricht spricht der Chef der teilverstaatlichten Citigroup von guten Geschäften in den ersten beiden Monaten des Jahres und an den Börsen rund um den Erdball bricht Euphorie aus. Fünf, sechs, sieben Prozent – die Welt scheint endlich wieder in Ordnung zu sein. So ist der Mensch, oder besser gesagt der Anleger. Die schlechten Dinge und die zuvor erlittenen Verluste werden verdrängt, jetzt zählt nur noch die Zukunft und da lockt der Kurszettel wieder mit Gewinnen von bis zu 40 Prozent an einem einzigen Tag. So macht man Rendite und nicht anders.
Keine Frage, die Meldung ist gut. Endlich mal wieder ein Lebenszeichen vom künstlich ernährten und fast klinisch toten Patienten Finanzbranche, nachdem sich auch die Deutsche Bank einen Tag zuvor positiv über den bisherigen Geschäftsverlauf geäußert hatte.
Sind damit aber alle Probleme vom Tisch? Ist die Verstaatlichung großer Teile der Finanzbranche kein Problem und sind die Horrorabschreibungen letztendlich Schnee von gestern? Hat die Ertragssituation der meisten Unternehmen ihren Tiefpunkt erreicht? Sind Warnungen der Weltbank vor einer globalen Rezession Unsinn? Und ist die Mega-Verschuldung aller wichtigen Industrienationen kein Problem?
Diskutieren Sie mit. Geben weiterhin die Bären den Ton an oder regieren jetzt die Bullen?

DAs ist eine Bullenfalle! Demnächst geht es wieder runter und dann um so tiefer.
Naja, ich bin ja auch eher ein optimistischer Mensch. Aber von Trendwende zu sprechen, grenzt ja schon an Euphorie
Wollen wir mal hoffen, dass wenigstens die Talsole in Sicht ist…
Das nächste Etappenziel ist 3100!
Ich kaufe erst bei einem dax unter 1000 wieder. Bis dahin heisst es: cash is king
ende des Jahrzehnts steen wir bei 10000
An Bulle von Tölz…
ist das eine Null zuviel oder ist das die tatsächliche Einschätzung?
nein keine Null zuviel. Wir standen schon 2 Mal in diesem Jahrzehnt nahe der 10000 - warum sollten wir es beim dritten Mal nicht schaffen?
Wunder passieren immer wieder.
Ab Bulle… verdammt mutig.. habe da wie fast alle meine großen zweifel bei dem ganzen chaos. aber alle crash-phasen an den börsen und alle baisse-zeiten wurden nur durch kleine ereignisse beendet die man nur schwer nachvollziehen kann und die erst im nachhinein klar werden. vielleicht sind es in diesen tagen die aussagen aus dem bankenbereich, allen voran die citigroup. das könnte dann, betrachtet im rückspiegel, der wendepunkt gewesen sein.
Im Moment sind wir an einer entscheidenden Phase des Marktes angelangt: Technisch haben wir ganz klar Zeichen gesetzt für einen mittelfristigen Downtrend mit Chance auf eine crashartige “Ausputzerbewegung”. Gestützt wird das ganze vom für solche Situation doch sehr bullischen Sentiment der Marktteilnehmer. Ich würde das als eine Art “billig Abstauben” Verhalten eintarieren. Echte Trendwenden, erfolgen nicht in einem solchen Stimmungsumfeld. Dennoch ist der Markt kurzfristig technisch überverkauft und benötigt erneut etwas Fallhöhe. Also lockt man die Amateure, unterstützt von Medien und Analysten in den Markt um sie dann später wieder abzuservieren. Das einzige, was mich etwas stutzig macht, ist, dass sehr viele Teilnehmer bescheiden von einer Bärenmarktrally sprechen. Diese könnte sich somit länger hinziehen als erwartet.
Der Aktienmarkt bildet wohl eine Mini-Blase. In vier Wochen ist alles billiger als jemals zuvor.