Die Autohändler schlagen Alarm! Die Abwrackprämie reicht nur noch für höchstens vier Wochen. Bis zum 11. März wurden insgesamt 430.000 Kaufverträge abgeschlossen. Da insgesamt Geld für 600.000 Anschaffungen zur Verfügung steht, dürfte der Topf spätestens am Osterwochenende leer sein.
Damit ist, was für mich von vornherein klar war, die Prämie ein absoluter Erfolg. Das Geld beschert großen Teilen der Autobranche einen Absatzboom. Bei VW und Opel liefen die Geschäfte in Deutschland in den ersten beiden Monaten wie geschmiert. Und auch Opel, die Tochter des US-Katastrophenkonzerns GM profitiert davon. Zugegebenermaßen, mit einem Absatzplus von vier Prozent, nicht so stark wie von vielen erhofft.
Klar, es gibt auch Verlierer, so zum Beispiel Gebrauchtwagenhändler die auf ihren Autos sitzen bleiben. Dennoch – die Prämie ist eine Supersache. Auch weil sie den Herstellern hilft, all die Autos loszuwerden, die bereits zusammengebaut auf irgendwelchen Parkplätzen stehen.
Schon in einigen Tagen könnte die Abwrackprämie also Geschichte sein. Oder doch nicht? Füllt die Bundesregierung den Topf doch noch einmal auf?
Ich hoffe sie tut es. Die Abwrackprämie macht Sinn und sie funktioniert. Und warum? Weil es endlich eine Maßnahme ist, die beim Verbraucher schnell und relativ unbürokratisch ankommt. Auch, weil es Ottonormalverbraucher versteht und ihm direkt einen finanziellen Vorteil bringt. Alle Maßnahmen der Bundesregierung, bei denen der Verbraucher erst finanziell in Vorleistung treten muss, sind ziemlicher Quatsch. Dazu zählt für mich die KfZ-Steuer. Zuerst muss ich mir ein Auto kaufen, für das ich kein Geld habe oder es mir derzeit nicht leisten möchte, um dann ein paar Euro bei der Steuer zu sparen. Oder irgendwelche Handwerkerrechnungen die ich von der Steuer absetzen kann. Zuerst muss ich aber Geld ausgeben, um dann in anderthalb Jahren ein paar Euro vom Finanzamt zurückzubekommen. Alle Maßnahmen müssen also ganz einfach dem Verbraucher schnell frisches Geld bringen. Deshalb halte ich auch die Idee mit den Geldschecks für jeden Bürger für eine akzeptable Sache.
Ganz klar, diese Maßnahmen können ganz schnell verpuffen oder das Geld fließt in die falschen Kanäle. Von all den Lösungen und Vorschlägen zur Stimulierung der Wirtschaft ist dies in meinen Augen aber einer der besseren Ansätze.
Wenn auch Sie diesen Weg für sinnvoll halten, dann diskutieren Sie. Vielleicht halten Sie die Abwrackprämie aber auch für rausgeworfenes Geld weil sie die Probleme nur in die Zukunft verschiebt und der große Knall danach kommt. Auch dann sollten sie mitmachen.

was ist eigentlich, wenn alle sich mit Autos vollgesaugt haben???
Dannach wird der Kater umso größer
Die Abwrack´prämie ist der größte Unsinn des Jahrhunderts und eine Verschwendung von Steuergeldern.
Künstlich hochgeputschte Käufe und danach Absturz ins Bodenlose
Man sollte das modell ausweiten auf Schiffe, Immobilien oder ganze Länder…
Das Land ist am Ende, die Welt auch.
Leider gibts zuletzt für niemanden mehr ne Abwrackprämie…
Abwrackprämien eignen sich doch auch für Ehefrauen… das würde die Scheidung erleichtern
@chr
Aber sonst geht`s noch? Anscheinend hast Du noch keine Scheidumg hinter Dir, sonst würdest Du sowas Blödes nicht behaupten!
Steffi
Steffi, dass war doch ironisch gemeint
Wie alt muß die Frau den sein, bis man Sie abwracken kann?
Die Regierung wirft den kleinen Leuten einen Knochen hin und die bringen brav ihre letzten Ersparnisse ins Autohaus.
Bin gespannt wie viele fast neue Autos demnächst gekauft werden können.
Die Abwrackprämie ist die größte Verarschungsaktion
Jedenfalls zeigt der Erfolg der Prämie, dass es der Staat gelegentlich doch hinkriegt, etwas zu zielgerichtet zu bewegen. Ich wünschte mir nur, solche Maßnahmen wären in umfassendere Konzepte eingebunden, dann würde ihr Effekt nicht so schnell verpuffen.
An Friedolin…
sehe ich genauso.. ist endlich mal etwas sinnvolles… und 1,5 milliarden für autobranche sind im verhältnis zu 500 milliarden für banken peanuts. ansonsten ist das konjunkturpaket ein flickenteppich der dazu dient lobbyisten und verbände zu befriedigen.
T. Schwarzer : Ich zitiere mal “Alle Maßnahmen der Bundesregierung, bei denen der Verbraucher erst finanziell in Vorleistung treten muss, sind ziemlicher Quatsch.”
Wie kann man sich dann für diese Prämie begeistern ? - Die Regierung kann natürlich keine Autos verschenken. Das war mir vorab schon klar.
Mal ein Fallbeispiel: Ein Bekannter (Maurer) verh., zwei Kinder. Ohne irgendwelche weiteren Daten zu nennen: das ist tatsächlich Fakt.
Er hatte noch vor einigen Wochen über eine Auto-Anschaffung mit der Abwrack-Prämie nachgedacht.
Er hatte sich dagegen entschieden, weil ihm die derzeitige wirtschaftliche Situation zu heikel war.
Heute hat er wahrscheinlich seinen letzten Arbeitstag. Einige Auftraggeber haben nicht gezahlt und die Firma geht in Insolvenz.
Da sind auch junge Familien mit Neubau dabei. Denen würde ich mal den Sinn dieser Prämie erklären. Der Staat fordert vom Bürger mehr als er gibt. Und das _nicht_ um dem Bürger zu helfen, sondern um die Misswirtschaft der Auto-Unternehmen zu puffern.
Zudem wird der Bürger mit der Begrenzung unter Druck gesetzt und niemand denkt über die Folgen nach. Warum sollte man dem einzelnen Bürger mehr Geschäftsfähigkeit als unserer Wirtschaft zutrauen ?
Wer soll denn im nächsten Jahr Autos kaufen, wenn alle Reserven verbrannt sind ? - Dieses “so springt die Wirtschaft wieder an” finde ich etwas zu naiv. Dafür sitzt der Karren global viel zu tief im Loch.
Immerhin hat sich der Anteil ausländischer Kleinwagen von 20 auf 50% gemausert. Da kann man sich ein Bild davon machen, warum es bei Opel bei den lächerlichen 4% geblieben ist.
Ich mache mir da wirkliche Sorgen für die zukünftigen Jahre.
Was soll denn eigentlich danach kommen?
Wenn jetzt alle wie verrückt autos kaufen, dann kaufen sie später keine. Dann fällt die Autoindustrie in ein um so größeres Loch!!
Ich bin für eine Abwrackprämie bei der Regierung
ich möchte einfach nur Peter und Gismo zustimmen. Das war und ist Käse - der Kater kommt danach, die meisten Käufer haben doch nur die 2.500 € mitgenommen und den Kauf vorgezogen. Und lt. einer Studio ist das auch noch ökologischer Unsinn. In den nächsten 2 Jahren geht die Autoindustrie weiter auf Talfahrt. Und dann?
An gismo…
Meine Meinung zur Prämie geht nicht in die Richtung: so springt die Wirtschaft wieder an. Die Wirtschaft wird damit nicht anspringen, das ist völlig klar. Es geht um Maßnahmen die eine Regierung ergreifen kann/muss um ein völliges Abwürgen und einen Blockadezustand der Konjunktur zu verhindern. Es gibt unzählige Beispiele in denen eine Regierung zu spät oder gar nichts getan hat. Und aus den ganzen Maßnahmen der Bundesregierung ist diese noch die Sinnvollere. Sie sorgt dafür das die Überkapazitäten abgebaut werden, d.h. die vollen Parkplätze wieder leerer werden. Und Händler profitieren davon. Natürlich ist allen klar das danach der große Einbruch kommen kann. Aber nicht muss. In den USA kam danach tatsächlich der große Einbruch denn die machen das seit vielen Jahren so. Aber das muss nicht zwangsläufig auch bei uns so sein. Denn wir sind eine Exportnation, wir sind nicht auf Biegen und Brechen von der inländischen Nachfrage abhängig. Die Autoindustrie bekommt dadurch zumindest ein paar Monate Luft, die Stimmung unter den Verbrauchern hellt sich auf, es gibt endlich mal wieder positive Meldungen in den Nachrichten. Außerdem haben die Konzerne erst einmal Zeit den eigenen Laden umzustrukturieren. Also, für diese Prämie spricht mehr dafür als dagegen. Vor allen Dingen wenn man sich die ganzen anderen Maßnahmen der Regierung anschaut und vor allen Dingen die Summen die in den Banksektor gesteckt werden, allen voran in die Katastrophenbank HRE.
Selten einen lächerlicheren Artikel gelesen.
Absoluter Mist was der Autor ein sogenannter Experte Herr Schwarzer da auskotzt.
Zitat aus Artikel:
“Die Abwrackprämie macht Sinn und sie funktioniert. Und warum? Weil es endlich eine Maßnahme ist, die beim Verbraucher schnell und relativ unbürokratisch ankommt. Auch, weil es Ottonormalverbraucher versteht und ihm direkt einen finanziellen Vorteil bringt. Alle Maßnahmen der Bundesregierung, bei denen der Verbraucher erst finanziell in Vorleistung treten muss, sind ziemlicher Quatsch. Dazu zählt für mich die KfZ-Steuer. Zuerst muss ich mir ein Auto kaufen, für das ich kein Geld habe oder es mir derzeit nicht leisten möchte, um dann ein paar Euro bei der Steuer zu sparen. Oder irgendwelche Handwerkerrechnungen die ich von der Steuer absetzen kann. Zuerst muss ich aber Geld ausgeben, um dann in anderthalb Jahren ein paar Euro vom Finanzamt zurückzubekommen. Alle Maßnahmen müssen also ganz einfach dem Verbraucher schnell frisches Geld bringen”
Achso, wenn der Bürger sich ein Auto kauft (zwecks Abwrackprämie) braucht er natürlich keine Vorleistung er bekommt den Wagen geschenkt?
An “Lächerlicher Artikel”… sehr qualifizierter Kommentar… ich glaube das braucht man nicht zu kommentieren.
An Manfred… Das ist keine Vorleistung.. das ist eine Maßnahme die den Kauf begleitet. Die Prämie wird direkt vom Kaufpreis abgezogen, das meine ich mit direktes und schnelles Geld. Wenn ich eine Handwerkerrechnung einreiche, bekomme ich über meine Steuererstattung einen kleineren Teil davon wieder. Aber doch erst viel später. Das bringt dem Verbraucher erst einmal nichts.
Ich halte die Abwrackprämie für PKW für völlig einseitig und ein vollkommen falsches Signal. Die staatliche Förderung für Benzin- und Dieselmotoren macht umweltpolitisch ebenso wenig Sinn wie langfristig wirtschaftlich. Dass das Ganze auch noch den Namen “Umweltprämie” bekommen hat, ist übel, zum Beispiel sind dreirädrige Elektrofahrzeuge, wie sie ein süddeutscher Hersteller anbietet ausgeschlossen.
Ich plädiere stattdessen für eine Abwrackprämie für die amtierende Regierung und vor allem dem Umweltminister Gabriel, der sich trotz seines Titels für eine Verlängerung des Förderungsprogramms für die Automobilindustrie ausgesprochen hat.